Jedes Kind aber mit seinem reinen Potential geboren wird. Alles, was auch du heute bist, hast du im Laufe deines Lebens erlernt. Ein neugeborenes Kind hat ein ganz extremes Bedürfnis nach Liebe und Berührungen. Es braucht Liebe, wie eine Rose Wasser braucht. Die vollständige Persönlichkeit entwickelt sich durch die Qualität und Quantität der Liebe, die es in den ersten drei bis sieben Jahren seines Lebens empfängt. Je mehr Liebe ein Kind empfängt, desto solider wird seine Persönlichkeit im Laufe des Lebens sein.

Gebt den Kinder Liebe, mehr Liebe und noch mehr Liebe. Dann stellen sich die guten Manieren ganz von alleine ein.
– Astrit Lindgren –

1.0 Starke Tipps zur Kindererziehung

Die menschliche Persönlichkeit basiert auf einem reversierten Dreieck. Das Kind wird ohne Persönlichkeit geboren und entwickelt in den ersten drei bis sieben Jahren ein Selbstkonzept. Dies wird der Grundstein der erwachsenen Persönlichkeit. Von da an wird die gesamte Persönlichkeit durch Qualität und Quantität der Liebe der ersten drei bis sieben Jahre bestimmt. Wenn ein Kind nicht genug Liebe erhält, wird der Grundstein rissig sein.

Kinder sind bis zum Alter von sieben Jahren offen und verwundbar gegenüber den Einflüssen der wichtigen Menschen in ihrem Leben. Sie können nicht zwischen wahrer und falscher Beurteilung und Kritik unterscheiden. Der Verstand des Kindes ist wie feuchter Ton, auf dem ihre Eltern und Geschwister schreiben und Eindrücke hinterlassen. Und je intensiver die Emotion, desto tiefer die Furche. 

Wir wissen, dass Kinder zwei phantastische Eigenschaften haben:

  • Du wirst furchtlos geboren und kennst keine Angst. Sie sind lediglich ängstlich in Bezug auf laute Geräusche und dem Unbehagen, zu fallen. Das Kind hat die Einstellung, alles tun zu können. All die Ängste, die wir als Erwachsene haben, wurden uns anerzogen.
  • Zweitens sind Kinder vollkommen spontan und unbelastet, wenn sie auf die Welt kommen. Hast du jemals einen negativen Säugling erlebt? Kannst du dir so etwas überhaupt vorstellen? Ein Kind lacht, schreit, weint, gurgelt, schläft, macht, was immer es will. Das Kind hat die Einstellung: „Ich muss nicht!“ Ich kann alles machen, was ich will, ich kann aber auch nichts tun.

Das Kind lernt nun auf zwei verschiedene Arten:

  • Einmal durch Imitation. Es imitiert die Eltern beziehungsweise den Elternteil, der für das Kind dominant ist.
  • Der zweite Weg zu lernen ist für Kinder der Wandel vom Unwohlsein zum Wohlbefinden. Kinder lernen durch die Veränderung vom Schmerz zum Vergnügen. Der Grund, warum ein Kind etwas tut, zum Beispiel die Toilette benutzen, liegt darin, dass es das unangenehme Gefühl einer nassen oder schmutzigen Windel nicht schätzt. Ein Kind bewegt sich immer in Richtung Wohlgefühl. Sigmund Freud nannte dies die Prinzipien des Vergnügens. Ausserdem sagte er, dass es sich hier um die hauptmotivierenden Prinzipien im Leben eines erwachsenen Menschen handeln würde. Kinder lernen sehr früh negative Verhaltensmuster als Ergebnisse von Fehlern, die Eltern in der Erziehung machen, besonders Fehler in Bezug auf emotionale und physische Bestrafung. Die grösste Strafe, die einem Kind widerfahren kann, ist die des Liebesentzugs. Liebesentzug wird als die Hauptursache für die meisten Probleme im Erwachsenenalter angesehen. Durch den Versuch, das Kind zu formen, leiten oder zu bestrafen, indem ihm Liebe entzogen wird, und die Eltern ärgerlich und distanziert werden, wird das Kind traumatisch und ängstlich. Es wird sein Verhalten angepasst gestalten, um die Liebe der Eltern wieder zu erringen.
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1. Erziehung durch konditionierte Liebe schadet dem Kind!

Das zweite negative Verhaltensmuster lernen wir durch die konditionierende Liebe. Anstatt dass Eltern ihre Kinder bedingungslos lieben, sagen sie, dass das Kind die Liebe nur bekommt, wenn es etwas dafür tut. Oder sie entziehen dem Kind ihre Liebe, wenn sie mit etwas nicht einverstanden sind.

Das Kind wird sehr bald lernen, dass es vor dem Liebesentzug nur sicher ist, wenn es das tut, was Mama und Papa wollen: Ich werde nur geliebt, solange ich ihre Erwartungen erfülle. Was immer sie wollen, muss ich tun! Ich muss ihnen gefallen. Das Schlimmste ist, wenn wir mit beiden Verhaltensmustern aufwachsen, der Furcht vor dem Versagen und der Angst vor der Kritik, die bedeutet „Ich muss, aber ich kann nicht!“.

Die Angst vor dem Versagen und die Angst vor Zurückweisung führen zur Verlustangst, Angst vor Schande, Angst vor Lächerlichkeit, Angst vor der Zukunft, Angst vor Veränderungen. Sie alle basieren auf der Angst vor Versagen und vor Zurückweisung. Wir wissen, dass negative Verhaltensmuster im Körper physisch erfahren werden. Es ist so, als ob wir realen körperlichen Schmerz empfinden.

Wenn wir beginnen, emotionalen Schmerz und die Hauptängste zu erfahren, dann spüren wir sie auch in unserem Körper. Negative Verhaltensmuster werden im Körper vorne und auf dem Rücken empfunden. Wir wissen, dass destruktive Kritik das Selbstkonzept eines Menschen reduziert. Es verringert das Mass des Auftretens und der Effektivität.

Eine Hauptursache von Stress und Negativität ist die Angst vor Zurückweisung. Sie drückt sich in einer Überbesorgnis um die Zustimmung von anderen aus. Sie wird typischerweise in früher Kindheit als Ergebnis von „konditionierter Liebe“ der Eltern erlernt.

Viele Eltern machen den Fehler, dass sie ihren Kindern nur dann Liebe und Zustimmung geben, wenn sie genau das tun, was die Eltern von ihnen wollten.

Ein Kind, das mit dieser Art von Liebe aufwächst, neigt dazu, sein Leben lang nach unkonditionierter Zustimmung von anderen zu suchen. Wenn das Kind erwachsen ist, wird dieses Bedürfnis nach Zustimmung oft auf die Arbeitsstelle und den Chef übertragen. Dieser wird zum Ersatzvater. Der erwachsene Angestellte ist dann völlig von der Meinung des Chefs eingenommen.

2. Erziehung durch destruktive Kritik schadet dem Kind!

Destruktive Kritik nimmt den Kindern ihre Spontanität und Furchtlosigkeit. Diese Kritik ist das schmerzvollste, das ein Kind erleben kann, besonders, wenn sie von den Eltern kommt. Eltern kritisieren erbarmungslos im Versuch, das Selbst des Kindes zu stärken, die Effektivität zu steigern, ihre Kinder in irgendeiner Art und Weise besser zu machen.

Destruktive Kritik verringert das Selbstkonzept des Kindes, ebenso das Selbstbewusstsein und ebenso das Mass an Effektivität. Wenn ein Kind in jungen Jahren wirklich viel negative Kritik erfährt, wird es dieses besondere Verhalten im Erwachsenenalter vollkommen meiden. Als Ergebnis mangelnder oder zurückgehaltener Liebe und destruktiver Kritik lernen Kinder zwei negative Verhaltensmuster für ihr ganzes Leben.

Du und ich sind die Ergebnisse der Fehler, die unsere Eltern machten, als wir aufwuchsen. Die erste Angst, das erste negative Verhaltensmuster, ist die Angst vor dem Versagen. Wir fühlen uns gehemmt. Wir erlernten dies, als unsere Eltern Dinge wie „Lass das“, „Stop“, „Nein“, „Geh weg da“ sagten. Jedes Kind hat den Drang zu entdecken, berühren, schmecken, versuchen und einfach herauszufinden, was in seiner Welt so alles vor sich geht.

Doch wenn das Kind die Botschaft bekommt, dass es unfähig ist, oder ständig bestraft wird, sagt es sich: „Ich kann nicht!“ Für einen Erwachsenen wird dies zur Furcht vor dem Versagen. Wenn wir an etwas Neues oder anderes, das wir wollen, denken, wird die unmittelbare Reaktion „Ich kann nicht“ sein.

3. Kindererziehung mit viel Kritik am Kind schadet!

Wenn Kindern Dinge wie „du bist ein böser junge“ oder „dir kann man nicht trauen“ oder „du bist ein Lügner“ (alle Kinder erzählen Lügen; es ist Teil ihres Lernens, mit anderen Menschen zu interagieren) gesagt werden, fangen sie an zu glauben, dass diese Kritik unauslöschliche Fakten über ihre Grundpersönlichkeit darstellt. Wenn sie sie bewusst akzeptieren, werden sie dann von ihrem Unterbewusstsein akzeptiert, wo sie als Instruktionen für zukünftiges Verhalten aufgezeichnet werden.

Sage deinen Kindern jeden Tag, dass du sie liebst und dass du sie für die besten Kinder der Welt haltest. Selbst wenn du sie ermahnst: „Ich liebe euch sehr, aber ihr dürft das nicht tun, weil ihr euch wehtun könnt“, oder was auch immer nötig ist.

Eltern kritisieren mit der Absicht, ihrem Kind zu helfen, das Auftreten des Kindes zu verbessern. Aber da destruktive Kritik die Selbstachtung des Kindes senkt und das Selbstkonzept schwächt, lässt die Gesamtleistung des Kindes nach. Sein Selbstvertrauen nimmt ab und die Wahrscheinlichkeit, dass es Fehler macht, zu.

4. Schuld erzeugt Wertlosigkeit im Kind

Destruktive Kritik und Mangel an Liebe in Kombination erzeugen die negative Emotion Schuld. Schuld ist das emotionale Hauptproblem des 20. Jahrhunderts. Es ist die Wurzel der meisten Geisteskrankheiten, von Unzufriedenheit und von fast allen anderen negativen Emotionen. Ein Kind, das sich schuldig fühlt, meint, dass es nicht viel wert ist, sogar wertlos.

Destruktive Kritik und Mangel an Liebe legen dem Unterbewusstsein des Kindes das Gefühl der Wertlosigkeit nahe. Schuld wird gegenüber anderen bewusst aus zwei Gründen benutzt: Bestrafung und Kontrolle. Schuld gegenüber einer anderen Person als Form von emotionaler Bestrafung zu benutzen ist äusserst wirkungsvoll.

Es ist ein wesentlicher Teil negativer Religionslehre. Es wird von vielen Eltern benutzt, um ihre Kinder dazu zu bringen, sich schlecht zu fühlen, sich wertlos und unbedeutend vorzukommen. Schuld wird auch als Werkzeug der Kontrolle oder Manipulation benutzt. Wenn du eine Person dazu bringen kannst, sich schuldig zu fühlen, kannst du ihre Emotionen und ihr Verhalten kontrollieren. Wenn sie sich schuldig genug fühlt, kannst du sie dazu bringen, Dinge zu tun, die sie in Abwesenheit dieser Schuldgefühle nicht tun würden. Mütter sind oft geübt in der Anwendung von Schuld.

1. Erwachsene Ausdrücke von Schuld

Falls Sie unter Umständen aufgezogen wurden, die Gefühle von Schuld hervorrufen, wirst du diese Schuld auf mehrere Weise erfahren.

Die erste und verbreitetste Manifestierung von Schuld sind Gefühle von:

– Unterlegenheit,
– Unzulänglichkeit und
– Unverdientheit.

Du meinst, dass du die guten Dinge, die dir zustossen, nicht verdienst. Diese Gefühle der Unterlegenheit, Unzulänglichkeit und Unverdientheit finden oft in den Worten „Ich bin dafür nicht gut genug“ ihren Ausdruck. Einige Psychologen sprechen davon als der „Angst vor Erfolg“.

2. Der zweite Ausdruck von Schuld bei Erwachsenen ist:

Destruktive Selbstkritik. Wenn man als Heranwachsender kritisiert wird, lernt man bald, sich selbst zu kritisieren, und setzt dies das ganze Leben lang fort. Sie hören Leute oft Dinge sagen wie „Ich komme immer zu spät“ oder „,Ich habe keinen Sinn für Zahlen“ oder „Darin bin ich nicht besonders gut“. Sie wiederholen, was ihnen über sich selbst gesagt worden ist, und machen es dadurch wahr. Ihr Unterbewusstsein akzeptiert alles, was du über dich selbst sagst, als wahr. Wenn du dich ständig kritisieren, akzeptiert dein Unterbewusstsein deine Worte als Befehle, deine nachfolgenden Worte und Aktionen passen dann in ein Muster, das mit deiner Selbstkritik in Einklang steht. Du wirst dich nach aussen so verhalten,
wie du innen mit dir sprichst.

3. Die dritte Art, wie du demonstrierst, dass du mit Gefühlen der Schuld aufgezogen wurdest, ist:

Manipulation durch Schuld. Du wirst zur Marionette, und der Schuldzuweiser wird zum Puppenspieler. Du musst dir
gewahr sein, wie verbreitet Schuld als Werkzeug zu deiner Beeinflussung benutzt wird. Du wirst es überall sehen. „Diejenigen, denen Böses angetan wird, tun Böses zurück.“

4. Die vierte Manifestierung von Schuld ist:
Schuld und Tadel an anderen anzuwenden. Wenn du als ein Opfer von Schuld aufgewachsen bist und ständig kritisiert und getadelt wurdest, wirst du Schuld später als eine Art der Kommunikation mit anderen benutzen. Viele Eltern wenden Schuld ausschliesslich an, damit ihre Kinder tun, was sie wollen. Viele Chefs verlassen sich auf Schuld als ihre vorrangige Methode der Kontrolle.

5. Die fünfte Manifestierung von Schuld und vielleicht die häufigste ist:

Die Entwicklung des Opferkomplexes und der Opfersprache. Das Individuum fühlt sich als Opfer und redet wie ein Opfer. Eine Person mit tiefen Schuldgefühlen entschuldigt sich ständig und benutzt „Opfersprache“, eine Art zu reden, die in Wirklichkeit für „nicht schuldig“ plädiert. Die verbreitetste Form der Opfersprache ist wahrscheinlich „Ich kann nicht“ oder „Ich muss“ oder Kombinationssätze wie „Ich muss, aber ich kann nicht; ich kann nicht, aber ich muss.“

Eine andere Form der Opfersprache ist das Wort „versuchen“. Jedes mal wenn Leute sagen „Ich werde es versuchen“, entschuldigen sie sich im voraus für Fehlschläge. Du telegraphierst dein Überzeugung, dass du bei dem, das du zu tun versuchst, versagen wirst. Und du weisst intuitiv, dass diese Worte das Signal für bevorstehende Fehlschläge sind.

Wenn du zu einem Rechtsanwalt gehen würdest und ihn fragten, ob er dich in einem Rechtsstreit vertreten würde, und er Ihren Fall untersuchte und antwortete: „Nun, ich kann es auf jeden Fall versuchen“, wie würdest du dich fühlen?

Falls du mit einer lebensgefährlichen Krankheit zu einem Arzt gingen und sagten: „Ich hoffe sehr, dass Sie mir helfen können“ und er antwortete: „Nun ja, ich werde es versuchen“, wäre es an der Zeit, dass du einen zweiten Befund einholst.

1.1 Elternliebe ist das wichtigste in der Erziehung!

Die traumatischste Erfahrung, die ein Kind durchmachen kann, ist der Entzug von Liebe durch einen oder beide Elternteile. Wenn Eltern mit Ärger und Missbilligung auf das Kind reagieren, ist das Kind furchtbar erschrocken. Es ist ängstlich und schlägt emotional um sich. Weil es die Liebe seiner Eltern so sehr braucht, wird das Kind innerlich zu welken beginnen, wenn sie ihm aus irgendeinem Grund entzogen wird.

Wenn die Liebe für unbegrenzte Zeit entzogen wird oder für das Kind unvorhersehbar nur sporadisch gegeben wird, löst dies schwere Persönlichkeitsprobleme aus, die im Erwachsenenleben in Ärger und Negativität ausbrechen. Wenn sie während ihrer Aufbaujahre nicht genügend Qualität und Quantität an Liebe erhielten (und die meisten Menschen haben dies nicht), suchst du dein ganzes Leben danach.

Sie werden fortlaufend ein Gefühl emotionalen Mangels verspüren, eine Sehnsucht, eine Unsicherheit, die sie befriedigen oder auszugleichen erstreben. Sie werden in ihren Beziehungen nach bedingungsloser Liebe trachten, und sie werden sich angespannt und unwohl fühlen, wenn die Liebe unterbrochen oder entzogen wird.

Drei Bedingungen für Liebe zum Kind

Damit jemand sich als Kind vollkommen geliebt fühlt, müssen drei Bedingungen gegeben sein. Das Fehlen von einer dieser drei wird sich beim jugendlichen und Erwachsenen in Form von Unsicherheit, negativen Emotionen und destruktivem Verhalten zeigen.

1. Bedingung – die Elter müssen sich selbst lieben

Die erste Bedingung für eine gesunde emotionale Entwicklung ist, dass die Eltern sich selbst lieben müssen. Eltern können nicht mehr Liebe geben, als sie für sich selbst haben.

Wenn Mutter oder Vater sich nicht besonders leiden kann, wird er oder sie wenig Liebe für das Kind aufbringen können. Die Regel ist, dass Eltern mit hohem Selbstkonzept Kinder mit hohem Selbstkonzept aufziehen, währen Eltern mit einem niedrigen Selbstkonzept ebensolche Kinder aufziehen. Wie innen so aussen. Die Selbstkonzepte der Kinder werden zu Spiegeln der Selbstkonzepte ihrer Eltern. Deine Eltern gaben dir alle Liebe, die sie geben konnten. Sie hielten sie nicht zurück. Sie hatten nur von vornherein nicht mehr zu geben. Es gab nichts, das sie hätten tun können, um mehr zu bekommen, als sie hatten. Du bekamst alles, was da war.

2. Bedingung – die Eltern müssen sich gegenseitig lieben

Die zweite Bedingung, die erfüllt sein muss, damit ein Kind sich vollkommen geliebt fühlen kann, ist, dass seine Eltern einander lieben müssen. Kinder lernen zu lieben, indem sie Liebe direkt erfahren und ihrer Familie beobachten.

Es ist behauptet worden, dass ein Mann seinen Kindern keinen netteren Dienst erweisen kann, als ihre Mutter zu lieben, und umgekehrt. Wenn Kinder in einem Zuhause aufwachsen, wo Mutter und Vater sich auf eine Art lieben, die die Kinder sehen und erfahren können, werden sie weitaus wahrscheinlicher mit Gefühlen der Sicherheit und des Selbstvertrauens aufwachsen. Sie lernen, wie sie als Erwachsener selbst eine Beziehung mit einem Partner haben, indem sie eine solche Beziehung in ihrer eigenen Familie beobachten.

Wenn sie in einem Zuhause aufwuchsen, in dem sie dies nicht erfuhren, können sie die ersten Jahre ihres Erwachsenenlebens durch Ausprobieren damit verbringen zu lernen, wie sie mit einer anderen Person auskommen. Viele erste Ehen sind heute „Praxisehen“, in denen Individuen lernen, verheiratet zu sein. Sie lernen, was sie in ihrem Ehepartner wollen oder nicht wollen und wie man eine Beziehung aufrechterhält.

3. Bedingung – die Eltern müssen das Kind lieben

Die dritte Bedingung, die für ein Kind gegeben sein muss, damit es sich vollkommen geliebt fühlt, ist, dass die Eltern das Kind lieben müssen. Dies ist eines der sensibelsten Themen, mit denen ein Erwachsener es je zu tun hat. Tatsache ist, dass viele Eltern ihre Kinder nicht lieben.

Sie wollten es und hatten die Absicht und planten es, aber sie kamen nie richtig dazu.
Vielleicht hatten sie nicht die Zeit oder die emotionale Energie oder das Interesse, oder vielleicht hatten sie ungelöste Konflikte mit ihren Eltern oder Ehepartnern, die es ihnen unmöglich machten, ihre Kinder zu lieben. Viele Eltern haben ihre Kinder nicht wirklich gern.

Manchmal liegt dies an ihrer Vorstellung, dass es die Rolle des Kindes ist, ihre Erwartungen zu erfüllen. Wenn das Kind eine eigene Persönlichkeit entwickelt, fassen die Eltern dies oft als persönlichen Affront auf. Sie reagieren, indem sie das Kind kritisieren oder ihm ihre Liebe entziehen. Wenn sie dies lange genug tun, wird es schliesslich zur Angewohnheit. Eltern machen es sich dann zur Gewohnheit, ihre Kinder zu kritisieren und zu tolerieren; statt sie zu lieben und anzufeuern. 

Es ist wichtig zu wissen, dass du immer noch eine wertvolle Person bist, ob deine Eltern dich liebten oder nicht. Deine Eltern Liebe oder Mangel an Liebe sagt nichts über ihre ihnen innewohnenden Möglichkeiten aus. Eltern tun ihr Bestes. Letztlich haben sie dich hierhergebracht und dir eine Chance gegeben zu leben. Zu akzeptieren, dass einer deiner Elternteile oder beide dich vielleicht nicht geliebt haben oder nicht genug geliebt haben, ist ein wichtiger Schritt zu vollkommener Reife. Die meisten Erwachsenen sind in einem Zuhause grossgeworden, in dem sie die Opfer destruktiver Kritik waren und in irgendeiner Weise einen Mangel an Liebe erlitten. Wenn du diese Erfahrung gemacht hast, warst du zu jung, um zu verstehen, warum dies geschah. Sie verinnerlichten lediglich die Botschaft: „Meine Mama und mein Papa kritisieren mich aus irgendeinem Grund und lieben mich nicht. Da sie mich besser kennen als irgendjemand sonst, muss der Grund sein, dass ich etwas angestellt habe.“

1.2 Kinder richtig loben hebt die Selbstachtung!

Kinder, die müde geworden sind, werden wieder munter und gewinnen ihre verlorene Energie zurück, wenn sie von ihren Eltern oder Lehrern Lob und Anerkennung bekommen. Wenn jemand von einer anderen Person, die er respektiert, ehrlich gelobt wird, nimmt seine Begeisterung und Aufmerksamkeit zu, und er fühlt sich viel besser. Ehrliches und vor allem häufiges Loben hebt die Selbstachtung anderer mehr als alles andere.

Beim Loben von Kindern gelten die gleichen Regeln.

Statt zu sagen: „Du bist ein gutes Kind“. sage: „Das war prima, dass du heute morgen dein Bett gemacht und dein Zimmer aufgeräumt hast.“ Egal welche spezifische Errungenschaft du lobst, dein Kind wird sie sehr viel wahrscheinlicher wiederholen.

Die Regel lautet: Lobe, was du gern wiederholt sehen würdest, lobe es unmittelbar, und lobe spezifiziert.

Um zum Beispiel deine Kinder dazu zu bringen, ihre Zimmer aufzuräumen, loben sie jedes mal, selbst wenn sie eine Kleinigkeit wegräumen. Tue dies solange, bis die Kinder ihre Zimmer freiwillig oder wenigstens mit wenig Nachhelfen aufräumen. Dann brauchst du sie nur noch jedes dritte oder vierte Mal loben.

Hilf deinen Kinder realistische Ziele zu setzen!

Eines der hilfreichsten Dinge, die du für deine Kinder tun kannst: Hilf ihnen dabei, realistische und glaubhafte Ziele zu setzen.

Hilf ihnen dabei, sich das Setzen und Erreichen von Zielen, die nicht unbedingt gross zu sein brauchen, zur Gewohnheit zu machen. Ein Sprichwort lautet: „Wenn du deine Pfennige sparst, kommen die Markstücke von allein.“ Wenn Kinder es sich zur Gewohnheit machen, kleine Ziele zu setzen und zu erreichen, werden sie schliesslich zu mittleren Zielen übergehen und dann zu Zielen jeder Grösse.

Gib dem Kind gegenüber bedingungslose Liebe und erkenne die besten Erziehungsmethoden. Super Tipps zur Kindererziehung

Josef Kryenbuehl, dipl. Hypnosetherapeut / Mentalcoach. Erfahre hier gerne mehr über uns.

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