Effizienter und konzertierter durch Digital-Detox!

Digital Detox heisst, die Suchterscheinungen digitaler Tools (insbesondere dem Smartphone) und die negativen Auswirkungen dessen auf Körper und Psyche wahrzunehmen. Denn Dauererreichbarkeit kann zu Stress führen und die Konzentration schwächen. Erkenne die besten Digital-Detox Tipps und fördere das reale Leben.

1.0 Digital Detox – Vom Bildschirm entgiften

Die Ausmasse des durchschnittlichen Handy-Konsums rauben uns nicht nur Achtsamkeit und Präsenz in Alltagssituationen, sondern auch jede Menge Zeit und Energie, die wir hätten produktiver nutzen können. Wir vernachlässigen beispielsweise unseren Schlaf, soziale Interaktionen, Bildungsmöglichkeiten oder Hobbys, nur um am Handy zu sein. Dabei macht uns die Überflutung von Reizen meist nicht mal glücklicher, wir schädigen unsere Augen und setzen unsere Nervensysteme, durch die ständige Erreichbarkeit, dem Stress aus. Sobald das Smartphone klingelt, vibriert oder nur aufleuchtet, erreicht der Stresspegel den Höhepunkt und wir greifen reflexartig sofort zum Gerät.

Ein iPhone wird, Datenerhebungen nach zu urteilen, 80-mal am Tag entsperrt. Demnach würden andere Tätigkeiten alle 18 Minuten unterbrochen werden. Kein Wunder, dass wir enorme Konzentrationsschwierigkeiten entwickeln, wenn wir ständig das Handy im Hinterkopf haben und quasi nur auf das Signal warten, dass es etwas Neues gibt, oder? Selbst wenn uns niemand direkt kontaktiert, prüfen wir vorsichtshalber die aktuellen Status-Updates. Wenn der Akku sich Richtung Null bewegt, droht so manch einem, eine Panikattacke zu erleiden. Wieso ist das so?

Wie ist es so dermassen normal geworden, direkt nach dem Aufwachen, unmittelbar vor dem Einschlafen und andauernd zwischendurch mit den Augen auf einem Bildschirm zu kleben, wenn es diese Geräte vor nur wenigen Jahren noch nicht einmal gab? „Damals“ waren Menschen beim Warten an der Bushaltestelle noch gezwungen innezuhalten und in sich zu horchen. Jetzt ist es so viel leichter sich abzulenken und sich seinem Innenleben nicht stellen zu müsse. Inwiefern hoher Smartphone-Gebrauch sich auf die körperliche und mentale Gesundheit auswirkt, kann leider noch nicht anhand von Langzeitstudien gezeigt werden. Trotzdem warnen Experten vor dieser Ungewissheit. Dass es in einem direkten Zusammenhang mit einer Neigung zu Depressionen und Angstzuständen steht, ist bereits klar. Fakt ist wir verbringen immer mehr Zeit vor dem Bildschirm und nicht mit uns selbst oder anderen Menschen.

Vor allem aufgrund der sozialen Medien, in denen jeder nur seine Schokoladenseite des Lebens präsentiert, kann es insbesondere bei Jugendlichen zu Selbstzweifeln kommen. Dank Apps oder integrierten Funktionen im Handy ist einsehbar wie viele Stunden pro Tag der Bildschirm tatsächlich aktiv ist. Unter den 18- bis 29-Jährigen ist jeder Vierte mehr als vier Stunden am Tag online. Wenn man sich die Zahlen vor Augen hält, fragt man sich, womit diese wertvolle Zeit eigentlich vergeudet wird, oder? Was kann man denn schon so lange am Handy machen? Jeder Zweite von uns beantwortet Nachrichten im Durchschnitt innerhalb von nur rund fünf Minuten. Die zunehmende Toleranz in verschiedenen Bereichen des Lebens birgt offensichtlich Gefahren. So ist es nicht nur immer akzeptierter während des Essens zu tippen und zu scrollen, sondern selbst beim Autofahren können Menschen sich den Griff zum Handy zunehmend nicht mehr verkneifen. Steckt hinter all diesen Phänomenen eine echte Abhängigkeit, ähnlich wie es bei einer Spiel- oder Internetsucht der Fall ist?

Eine 24/7 Erreichbarkeit mit Smartphones kann zu Stress führen, die Konzentration schwächen und unsere direkte Präsenz in zwischenmenschlichen Beziehungen verschlechtern. Wenn man bewusst mit mit all unseren Digitalen Produkten umgeht sollte eigentlich kein negativer Effekt entstehen. Probleme sieht man eher in einer Zivilisation wie Japan, hier wird in der Bahn überhaupt nicht miteinander gesprochen, und das hängen an digitalen Bildschirmen ist viel präsenter. Solch eine Entwicklung hält auch bei uns immer mehr Einzug, ob dies gut ist für die menschliche Entwicklung lässt sich in Frage stellen. Digitalisierung zum einen grandiose Vorteile, aber die Zeit, der direkte Umgang von Mensch zu Mensch nimmt ab.

1.1 Digital Detox – 6 Tipps zum effektiven entgiften!

Wenn du mehr des in dir schlummernden Potentials erwecken und ein erfülltes Leben haben möchtest, lohnt es sich definitiv, deinen Handy-Gebrauch zu hinterfragen und exzessiven Ausmassen eigenverantwortlich entgegenzuwirken.

  1. Lasse dein Handy zu Hause – Viele Menschen unterziehen sich dafür mittlerweile einem freiwilligen „Digitalen-Detox“, einer digitalen Entgiftung. Es gibt sogar Camps für dieses Vorhaben. Nimm doch einfach nächstes mal das Handy nicht mit zum Sport, oder lass es zu Hause wenn du in die Natur gehst, an den Strand gehst usw.
  2. Handyfreie Orte einplanen – Damit du einen selbst fürsorglichen Umgang mit dem Handy erlernen und sich dein Konsum in einem gesunden Rahmen bewegt, kannst du Regeln aufstellen. Wie wäre es zum Beispiel mit handyfreien Zonen? Das Schlafzimmer oder andere gemütliche Orte könnten durch das strikte Tabu zu einem erholsamen Rückzugsort werden. Oder du nimmst dir bewusst vor, das Handy nicht zu benutzen, wenn du wertvolle Zeit mit deinen Freunden und der Familie verbringst.
  3. Es kann aber auch ein unglaublich befreiendes Gefühl sein, das Handy während eines Spaziergangs oder Ähnlichem einfach mal ganz zu Hause zu lassen. Du wirst überrascht sein wie ungewohnt sich dies zu Beginn anfühlen wird.
  4. Alternativ lohnt es sich, das Gerät ausser Sicht- und Reichweite zu verstauen. Anstatt es in der Hosentasche zu haben, kannst du es zum Beispiel in der Handtasche beziehungsweise deinem Rucksack transportieren. So ist die Verlockung geringer und du überlegst es dir zweimal, on du es herauskramst.
  5. Genauso besteht die Option, Zeiten festzulegen, zu denen du dich bewusst hinsetzt, um E-Mails und Nachrichten zu beantworten.
  6. Apps wie „Menthal“ oder „Space“ protokollieren, wie oft du das Handy aktivierst, wie viel Zeit du am Bildschirm verbringst und auf welchen Plattformen du währenddessen am meisten unterwegs bist. Das kann helfen herauszufiltern, welche Apps du primär zu übermächtigem Konsum verleitet.

Unser Tipp ist, folge deiner Begeisterung und das Handy wird zur Nebensache.

Digital Detox – der Handy-Konsum raubt uns nicht nur Achtsamkeit und Präsenz, sondern auch jede Menge Zeit und Energie.

Josef Kryenbuehl, dipl. Hypnosetherapeut / Mentalcoach. Erfahre hier gerne mehr über uns.

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