Es gibt tausend Gründe, warum eine Beziehung nicht funktioniert, aber du kannst sie wahrscheinlich auf sechs Hauptproblembereiche reduzieren. Diese sechs Probleme sind die Wurzel der meisten Auseinandersetzungen, Unstimmigkeiten und Scheidungen. Sie alle haben mit der Selbstachtung und dem Selbstbild von einem oder beiden Partnern in der Beziehung zu tun.

Eine Beziehung sollte man hegen und pflegen wie eine Pflanze!

1.0 Schwierige Beziehung neu aufbauen

Wenn du feststellst, dass das Lachen und die Gespräche aus eurer Beziehung verschwinden, ist es an der Zeit zu handeln. Wenn du das Gefühl hast, dass du und die andere Person nur noch sehr wenig gemeinsam haben, solltest du jede Anstrengung unternehmen, die Beziehung neu aufzubauen.

Du solltest erkennen, dass du ein ernsthaftes, dein Leben störendes Problem hast, und ihr solltest euch zusammensetzen; es diskutieren, es aufschreiben und Lösungsmöglichkeiten finden. Du solltest keine Mühe scheuen, um neu zu schaffen, was ihr einst hattet.

Vielleicht solltet ihr zusammen auf eine Urlaubsreise gehen. Vielleicht solltet ihr euch für die Interessen des anderen interessieren oder neue gemeinsame Interessen entwickeln. Wenn du mehrere Jahre und eine Menge Emotionen in deine
Beziehung investiert hast, und insbesondere, wenn du Kinder hast, musst du alles tun, das euch möglich ist, um die Situation zu retten.

Einen Mensch zu lieben heisst, sich selbst zu geben, für den anderen das Beste zu wollen und zu wünschen, ohne dafür etwas zurück zu wollen und zu wünschen, ohne dafür etwas zurück zu wollen.

Bei Schwierigkeiten in Beziehungen sollte die erst Frage für dich sein: „Was ist hier wichtig?“ Was wichtig ist, ist nicht, den Streit zu gewinnen oder Recht zu haben, sondern die Qualität der Beziehung zu erhalten. Wenn  du ständig fragst „Was ist hier wichtig?“, siehst du Dinge klarer. Praktiziere die goldene Regel der Beziehungen.

Frage dich regelmässig: „Wie wäre es, mit mir verheiratet zu sein“ Oder: „Wie wäre es, wenn mein Partner mich so behandelte wie ich ihn oder sie behandle?“ Wenn du deinen Partner so behandelst, wie du behandelt werden willst, und wenn du es unterlässt, etwas zu tun oder zu sagen, von dem du nicht willst, dass dein Partner es dir sagt oder antut, wirst du dir der Auswirkungen deiner Worte und Verhaltensweisen viel bewusster sein.

Bewusstsein ist wirklich der Schlüssel. Das Leben ist die Studie der Aufmerksamkeit. Wenn du den kleinen Dingen in deinen Beziehung Aufmerksamkeit schenken, werden die grossen Dinge sich von allein ergeben.

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1.1 Sechs Probleme in Beziehungen und wie man sie löst

1. Fehlendes Engagement

Das erste Hauptproblem in Beziehungen ist fehlendes Engagement. Dies ist in den heutigen verbreiteten Beziehungen oder Ehen augenscheinlich, die „den halben Weg gehen“. Statt totalem Engagement gibt es nur teilweise oder halbe Engagements.

Einer von beiden sagt: „Du gehst die eine Hälfte und ich die andere.“ Wenn jedoch einer der Partner sich entscheidet, nur noch 49 Prozent des Wegs zu gehen, öffnet sich in der Beziehung eine Kluft. Diese Kluft hat die Tendenz, grösser statt kleiner zu werden. Einer von beiden geht dann nur noch 48 Prozent des Wegs, dann 40, 30 und so weiter, bis er oder sie ganz aufhört.

Ein Beispiel hierfür siehst du, wenn ein Paar heiratet, aber jeder ein getrenntes Bankkonto unterhält. Die Haushaltsausgaben sind gleichmässig verteilt. Jede Euro wird genau als dem einen oder anderen gehörig verbucht. Sie leihen einander sogar Geld und führen genau Buch darüber, wer was wem schuldet.

Ich sah einen Fall, in dem die Haushaltsausgaben auf den Pfennig aufgeteilt waren, einschliesslich der Kosten einer Briefmarke für die Versendung eines Schecks. Zwei Freunde von mir, lassen wir sie Mary und Joe heissen, lebten elf Jahre lang zusammen. Sie sprachen immer davon zu heiraten, aber sie schienen nie in der Lage zu sein, eine Entscheidung zu treffen. Von der Zeit an, wo sie zusammenzogen, kaufte und bezahlte jeder getrennt vom anderen Möbel und Gegenstände für die Wohnung. Jeder Gegenstand in ihrer Wohnung hatte auf der Rückseite kleine Aufkleber, die anzeigten, wem er gehörte. Sie vermischten niemals ihre Gelder oder ihre Besitztümer. Als sie sich am Ende der elf Jahre trennten, waren sie in der Lage, all ihre Besitztümer in weniger als zwei Stunden zu teilen. Sie hatten unbewusst elf
Jahre lang geplant, getrennte Wege zu gehen, indem sie sich niemals völlig der Beziehung verpflichteten.

Ein anderes Beispiel einer teilweisen Verpflichtung ist ein Ehevertrag- oder eine voreheliche Vereinbarung. Diese Vereinbarungen sind interessante Lektüre. Der erste Paragraph eines dieser Verträge lautet: „Die beiden Parteien, die sich sehr lieben und planen, alle Tage ihres Lebens glücklich zusammenzuleben, gehen hiermit diese Vereinbarung ein.“
Der Rest dieser vorehelichen Vereinbarung führt detailliert und langwierig aus, wie das Besitztum aufgeteilt werden soll, wenn sie sich trennen. Sie planen in der Tat die Details ihrer Trennung noch bevor sie die Ehe eingehen.

Wenn eine Partei nicht bereitwillig ist sich total für die Beziehung zu engagieren, löst dieses Zurückhalten Gefühle der Ablehnung und Wertlosigkeit im anderen aus. Es lässt eine Person glauben, dass sie nicht gut genug ist. Sie meint, dass dies der Grund dafür ist, dass die andere nicht willens ist, sich total und eindeutig zu ihr zu verpflichten.

Du kannst einen Mangel an Engagement überwinden, indem du dich völlig zu der Beziehung verpflichtest. Steigst du mit beiden Füssen ein. Erwäge niemals die Möglichkeit eines Scheiterns der Beziehung. Wenn durch einen Fehler, der
nicht deiner ist, die Beziehung nicht funktioniert, ist es wenigstens nicht aufgrund deiner Halbherzigkeit. 

2. Den anderen ändern wollen

Das zweite Hauptproblem in Beziehungen ist zu versuchen, den andere zu ändern oder zu erwarten, dass die andere Person sich ändert. Das ist eine andere subtile Form der Zurückweisung. Es ist ein anderer Weg zu sagen: „Du bist nicht gut genug für mich, so wie du bist.“

Wenn du jemals versuchst, eine andere Person zu ändern, implizierst du, dass sie unwürdig ist, und entzünden Gefühle des Ärgers und Grolls. Tatsache ist, dass Menschen sich nicht viel verändern. Wie der Komödiant Flip Wilson sagte: „Was du siehst ist, was du bekommst.“ Wenn die Person, die du zu heiraten beabsichtigst, nicht das ist, was du haben willst, ist die Zeit, daran etwas zu ändern, vor der Hochzeit, nicht hinterher.

Die Lösung zu dem Problem, jemanden ändern zu wollen, jemanden dazu zu bringen, abzunehmen, nicht mehr zu rauchen, Sport zu treiben, positiver zu werden oder irgend etwas anderes ist einfach, die Person so zu akzeptieren, wie sie ist.

Wenn du das Verhalten und die Persönlichkeit des anderen nicht akzeptieren kannst, sollte dir das etwas sagen. Akzeptanz wird grösstenteils durch Kompatibilität bestimmt. Akzeptanz ist ein guter Indikator davon, ob dies die richtige Beziehung für dich ist. Nichtakzeptanz vor der Ehe ist bei weitem besser, als hinterher damit umgehen zu müssen. Wenn du aufhören zu versuchen, die andere Person zu ändern, und sie einfach bedingungslos akzeptierst, wird sie sich manchmal von sich aus als das Resultat ihrer eigenen Entscheidung ändern.

Menschen können abartig sein. Oft beharrt dein Partner auf einem Verhalten, das dich ärgert, nur weil du fortwährend versuchen, ihn dazu zu bringen, sich zu ändern. Wenn du aufhörst zu versuchen, den Partner zu ändern, wird er sein Verhalten oft freiwillig ändern. 

3. Eifersucht

Das dritte grosse Problem in Beziehungen ist Eifersucht. Eifersucht wird immer mit dem Verstand und dem Herzen der Person, die diese Emotion empfindet, erfahren. Shakespeare nannte Eifersucht das „grünäugige Monster“. Sie ist eine furchtbar negative Emotion, die aus Gefühlen von niedriger Selbstachtung und persönlicher Unzulänglichkeit erwächst.

Die Person, die eifersüchtig ist, hat Zweifel über ihren Wert als Mensch. Sie meint: „Niemand könnte mich jemals wirklich lieben, so wie ich bin.“ Dieser Typ Individuum litt wahrscheinlich in der Kindheit unter destruktiver Kritik und als Erwachsener unter negativen Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht.

Wenn jemand nie die bedingungslose Liebe seiner Eltern erfahren hat oder, schlimmer noch, wenn die Eltern das Kind in der Zeit seines Aufwachsens zurückwiesen oder sein Handeln missbilligten, wird diese Person als Erwachsener sehr verwundbar dafür sein, von anderen nicht völlig geliebt und akzeptiert zu werden.

Das Gegenmittel für Eifersucht ist zu erkennen, dass sie nichts mit der anderen Person zu tun hat. Sie hat nur mit der geringen Selbstachtung der Person zu tun, die darunter leidet. Der Weg aus der Eifersucht heraus führt über die Hebung der Selbstachtung, indem man sich immer wieder sagt: „Ich mag mich.“

Wenn du eine ausreichend hohe Selbstachtung hast, wenn du dich genügend magst und respektierst, wird nichts, das eine andere Person tut oder nicht tut, dich an deinem eigenen persönlichen Wert zweifeln lassen. Du wirst emotional selbständig und unabhängig vom Verhalten anderer sein.

Es ist nie geschickt oder klug, andere absichtlich eifersüchtig zu machen. Eifersucht ist eine schmerzliche, destruktive Emotion und nicht gerade das, was man einem Freund antut. Jeder von uns braucht das Gefühl der Sicherheit in einer Beziehung, und die absichtliche Provokation von Eifersucht erschüttert unsere Sicherheit. Eifersucht bewirkt, dass wir uns elend und unglücklich fühlen. 

4. Selbstmitleid

Das vierte Hauptproblem in Beziehungen ist Selbstmitleid. Es tritt auf, wenn du dir wegen etwas leid tust, das dein Partner entweder für dich getan oder dir angetan hat oder nicht.

Menschen, die Selbstmitleid empfinden, lernen dies meist von ihren Eltern, die Selbstmitleid als Methode der häuslichen Interaktion praktizierten. Oft geben Individuen sich dem Selbstmitleid hin, wenn ihre Partner so beschäftigt oder glücklich mit ihrer Arbeit sind, dass sie sich ausgeschlossen fühlen.

Die Lösung für Selbstmitleid ist nicht, dass du dein Partner dazu bringst, etwas zu tun oder nicht mehr zu tun. Das Gegenmittel ist, dass du mit deinen eigenen Zielen so beschäftigt bist, dass du keine Zeit hast, dir selbst leid zu tun. Du bist für deine Emotionen selbst verantwortlich. Du bist der Grund für dein Glück oder Unglück. Niemand zwingt dich dazu, irgendetwas zu empfinden.

Wenn du Selbstmitleid empfindest, ist es, weil du dir Leid tun willst. Du kannst eine andere Reaktion wählen, wenn du wollen. Die Grundlage von Selbstmitleid ist die falsche Annahme, dass jemand anders dafür verantwortlich ist, dich glücklich zu machen.

Selbstmitleid ist eine Form der Schwäche und Unsicherheit, die dich davon abhält, ein vollkommen erfüllter Mensch zu werden. Wenn du in einer Beziehung bist, in der die andere Person Selbstmitleid empfindet, sei so mitfühlend und verständnisvoll, wie du kannst, und ermutige sie dann, sich mit etwas zu beschäftigen, woran sie Freude hat.

5. Negative Erwartungen

Das fünfte Hauptproblem in Beziehungen sind negative Erwartungen. Sie treten auf, wenn du ständig erwartest, dass die andere Person etwas tut, was dich enttäuscht.

Tatsache ist, dass deine Erwartungen dazu neigen, erfüllt zu werden. Wenn du erwartest, dass positive Dinge geschehen, wirst du selten enttäuscht werden. Wenn du erwartest, dass dein Partner dich im Stich lässt, wirst du darin ebenfalls selten enttäuscht werden.

Die Regel ist, immer das Beste von deinem Partner zu erwarten. Die vielleicht wunderbarsten Worte, die eine Person zu einer anderen sagen kann, sind: „Ich liebe dich, und ich glaube an dich.“

Sage ihr oder ihm immer, dass du völliges Vertrauen in ihre oder seine Fähigkeit zur Bewältigung der Dinge hast, die er oder sie sich in den Kopf gesetzt hat. Es ist ein wunderbares Gefühl, am Morgen mit dem Wissen zur Arbeit zu gehen, dass der wichtigste Mensch in deinem Leben hundertprozentig an dich glaubt. Und es ist ein wunderbares Gefühl, abends nach Hause zu kommen zu einem Menschen, der vollkommenes Vertrauen in deine Fähigkeit hat, trotz aller Hindernisse erfolgreich zu sein.

Viele der erfolgreichsten Männer und Frauen verdanken ihren Erfolg den unerschütterlichen positiven Erwartungen
ihrer Partner.

6. Inkompatibilität

Das sechste grosse Problem in Beziehungen ist Inkompatibilität. Dies ist ein sehr empfindlicher Gegenstand, den die meisten Leute nicht einmal diskutieren wollen. Aber es ist eins der häufigsten Probleme in Beziehungen und vielleicht der häufigste Grund, warum Menschen in ihren Ehen unglücklich sind.

Wenn zwei Menschen sich kennenlernen und ineinander verlieben, fühlen sie sich normalerweise durch Gemeinsamkeiten voneinander angezogen. Wenn jedoch die Jahre vergehen und sie sich verändern, wachsen sie oft in verschiedenen Richtungen. Sie entwickeln neue Interessen, Vorlieben und Meinungen.

Was ihnen wichtig war, als sie sich kennen lernten, bedeutet nicht mehr so viel und verliert seine Macht, die beiden zusammenzuhalten. Am häufigsten kommt Inkompatibilität in Ehen im Alter zwischen 28 und 32 Jahren zum Vorschein.

Während ihrer 20er Jahre wachsen und verändern Menschen sich am rapidesten in ihrem erwachsenen Leben. Wenn ein Paar Anfänge 20 heiraten, könnten sie Ende 20 feststellen, dass sie wenig gemeinsam haben. Sie könnten feststellen, dass sie inkompatibel geworden sind. 

Das erste Anzeichen dafür, dass ein Paar nicht länger kompatibel ist, ist das Verschwinden des Lachens aus ihrer Beziehung. Sie albern nicht zusammen herum oder finden dieselben Dinge lustig. Das zweite Anzeichen ist, dass die Gespräche verstummen. Sie scheinen wenig zu haben, über das sie miteinander sprechen wollen.

Ihr Heim wird zu einem funktionalen Ort, an dem das Paar zufällig lebt, statt eines Ortes geteilter Wärme und Harmonie. Jeder ist vollauf mit seiner Arbeit oder den Kindern oder irgendetwas anderem beschäftigt. Jeder handelt mechanisch. Jeder setzt für die Nachbarn und Freunde eine gute Miene auf.

Viele Leute, die in ihren Ehen unglücklich sind, stürzen sich in ihre Arbeit, arbeiten 12, 14 Stunden am Tag, damit sie nicht nach Hause gehen müssen. Und je weniger Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr verschlechtert sich die Beziehung. Und sie haben immer weniger gemeinsam.

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Josef Kryenbuehl, dipl. Hypnosetherapeut / Mentalcoach. Erfahre hier gerne mehr über uns.

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